Recruiting-Regel Nummer 1: Wie steht der Kandidat wirklich im Mittelpunkt?
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Recruiting-Prozesse optimieren, Top Talente ansprechen und diese überzeugen: In unserem heutigen Recruiting-Alltag dreht sich alles um unsere Kandidaten. Ausgiebig diskutieren wir darüber, was wir tun können, um einen Unterschied bei der Kandidatenansprache zu machen. Die Candidate Experience ist in dem Zusammenhang kein Fremdwort. Aber was genau umfasst diese Experience eigentlich? 

Denglisch für Recruiter: Recruiting-Phase, Onboarding und Employee Life Cycle 

Seit vielen Jahren hat sich der Begriff Candidate Experience in der Recruiting-Welt etabliert, doch sollte es nicht viel eher Talent Experience heissen? Es geht darum, das Talent während des kompletten Lebenszyklus zu begleiten. Das bedeutet, Kandidaten müssen durch die Präsenz der Arbeitgebermarke, die richtige Distribution der Stellenausschreibung, den Bewerbungsprozess, die Einstellung bis hin zum letzten Arbeitstag und darüber hinaus begleitet und aktiv betreut werden. In vielen Fällen fokussieren sich Unternehmen auf ganz bestimmte Bestandteile z. B. ihrer Recruiting-Prozesse und vergessen dabei, dass die Erfahrung eines Kandidaten nicht nach dem Vorstellungsgespräch endet. Besonders in unserer heutigen digitalen Welt bedeutet dies, dass Stolpersteine im Job, fehlende Informationen, schlechte Erfahrungen und Ungereimtheiten mit Gott und der Welt kommuniziert werden. Und genau das ist schlecht für die Reputation Ihres Unternehmens und führt dementsprechend auch zu schlechteren Einstellungsquoten und zusätzlicher Recruiting-Arbeit. 

Ein Lebenszyklus, keine Etappenziele.

Die größte Herausforderung in der Praxis ist die Distanzierung vom Silo-Denken. Ein wirklich weit verbreitetes Phänomen in allen Recruiting-Belangen. Besonders hinsichtlich Social Media haben Konsistenz, Transparenz und Kommunikation schon längst Leitfunktionen eingenommen. Recruiting ist also nicht mehr nur ein simpler operativer Prozess, der zur Besetzung einer offenen Position führt – es ist eine komplexe und strategische Funktion. Dabei steht das Bedürfnis und die Wahrnehmung des Kandidaten im Fokus einer jeden Prozessentscheidung. Das heisst, ich als Recruiter muss mir zuallererst überlegen, welche Bestandteile mein Recruiting-Prozess haben soll und wie ich diesen sinnvoll aufeinander aufbaue. 

  • Die Erstellung einer oder mehrerer Candidate Personas ist sinnvoll, um fokussiert zu bleiben.
  • Das Ranking von Aufgaben, Anforderungen und Benefits hilft dabei, Prioritäten zu setzen und den Kandidaten nicht mit zu vielen Informationen zu überschwemmen.
  • Die Formulierung der Stellenanzeige muss zu Ihrer restlichen CI passen: Siezen Sie oder Duzen Sie? 
  • Die Auswahl der richtigen Kanäle bestimmt Ihren Erfolg mit. 
  • Die Stellenanzeige, Karriereseite und das Bewerbungsformular müssen eine konsistente Message vermitteln.

Feedback rockt: Transparenz als A und O der Candidate Experience.

Eigentlich ist es ganz einfach: Jeder Kandidat möchte gerne wissen, woran er ist und wie der weitere Weg aussieht. Wenn wir uns selbst einmal an die Nase packen, stellen wir schnell fest: Es geht um die Sicherheit. Ist meine Bewerbung angekommen? Was sind die nächsten Schritte? Wann bekomme ich Feedback? Wer ist involviert und warum habe ich eine Absage erhalten? Wenn Sie diese offene Kommunikation und Transparenz als Grundlage Ihrer Recruiting-Prozesse nehmen, haben Sie schon ein gutes Stück Richtung positiver Candidate Experience zurückgelegt. 

Einsatz und Risiko? Können wir wirklich planen?

Wir wissen, wir müssen den Kandidaten als Mittelpunkt unseres Recruitings sehen. Wir müssen unsere Stellen zielgruppengerecht optimieren und unsere Prozesse so benutzerfreundlich wie möglich aufbauen. Und wir müssen offen und transparent kommunizieren – und zwar jeden Schritt auf dem Weg zum ersten Arbeitstag. Aber können wir eine positive Candidate Experience zu 100 % planen? Fakt ist, auf beiden Seiten stehen Menschen. Recruiter und Bewerber handeln in vielen Situation weiterhin intuitiv und manchmal sogar impulsiv. Wir können es nicht immer jedem Recht machen! Aber wir können versuchen das Risiko einer schlechten Reputation zu minimieren, indem wir die volle Bandbreite unserer Möglichkeiten einsetzen, um den Kandidaten zu unserem König zu machen. 

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Charlotte Heiche
Charlotte Heiche

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