Nutzen Sie die Feiertagsstimmung, um Ihre Arbeitgebermarke, Arbeitskultur und offenen Stellen zu boosten
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Sie sind der Meinung, dass Kandidaten während der Weihnachtszeit wenig bis gar nicht auf Jobsuche sind? Getreu dem Motto: “Neues Jahr, neues Glück” verschieben Sie alle Recruiting-Aktivitäten lieber auf das nächste Jahr? Falsch gedacht: In der Ferienzeit haben Bewerber viel mehr Zeit, sich auf dem Stellenmarkt umzusehen. Und wenn jetzt jeder automatisch davon ausgeht, dass nicht der richtige Zeitpunkt ist, um Stellen auszuschreiben, können Sie mit weniger Konkurrenz im Kampf um die besten Talente rechnen und die Aufmerksamkeit von Bewerbern auf Ihr Unternehmen lenken. Gemeinsam mit Recruitment Marketing Expertin Suzanne Stil, Manager Digital Consultancy bei VONQ, klären wir Sie im Blog darüber auf, warum jetzt der ideale Zeitpunkt ist, um mit der Ausschreibung Ihrer offenen Stellen zu starten. 

Stellenausschreibung vor Weihnachten – verschaffen Sie sich einen Vorsprung für die Feiertage

Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür und wir bekommen den Eindruck von Gemütlichkeit und viel freier Zeit. Das kann zu dem Schluss führen, dass sich das Schalten von Stellenanzeigen zum Jahresende einfach nicht mehr lohnt. Schließlich sind potentielle Bewerber schon im Urlaub und wollen die Weihnachtstage genießen, ohne sich mit der Suche nach einem möglichen neuen Job beschäftigen zu müssen – oder? Das stimmt nicht ganz. Während diese potentiellen Bewerber sich eine Auszeit von der Arbeit nehmen, können Sie perfekt passive Kandidaten ansprechen, die bereit für neue Herausforderungen sind. 

Wann bewerben sich die meisten Kandidaten tatsächlich?

Bereits von 2014 bis 2016 analysierte das Forschungsinstitut Research Index die Resonanz auf 15.500 Stellenanzeigen von mehr als 12.000 Unternehmen. Eines der Ziele der Studie war es, herauszufinden, wann Unternehmen die beste Resonanz von Bewerbern auf ihre Stellenanzeigen erwarten können. Es überrascht nicht, dass das erste Quartal des Jahres bereits mit Abstand am besten ist, wenn es um den Rücklauf von Bewerbern geht. In diesem Zeitraum waren fast zwei Drittel (rund 62 %) aller veröffentlichten Stellenanzeigen erfolgreich. Bis heute werden Jobbörsen vor Weihnachten und Neujahr bis zu 45 % häufiger als gewöhnlich aufgesucht. Damit lässt sich die steigende Job-Nachfrage und erhöhte Aktivität auf dem Stellenmarkt vor Weihnachten und Neujahr bis heute bestätigen. 

Im Laufe des Jahres sinken diese Zahlen, was unter anderem mit psychologischen Faktoren begründet wird. So ist zu vermuten, dass die Bereitschaft zur Neuorientierung sowie die Motivation für die Bewerbungsinitiative zum Start ins neue Jahr größer ist, als im Laufe des restlichen Jahres. 

Warum ist genau jetzt der beste Zeitpunkt, um mit der Ausschreibung offener Stellen zu starten? 

  1. Die Candidate Journey

Wie wir alle wissen, ist die Bewerbung um eine Position gar nicht mal so einfach und kann auf völlig unterschiedlichen Wegen erfolgen. Was aber alle bei der Suche nach einem neuen Job gemeinsam haben, ist, dass es immer mehrere Berührungspunkte zwischen einem Kandidaten und dem jeweiligen Unternehmen gibt, bevor die Bewerbung erfolgt. Das kann zum Beispiel eine gesponserte Anzeige in Suchmaschinen sein, ein interessantes Unternehmensvideo auf Social Media, gefolgt von einem Besuch auf der Unternehmenswebseite und der Karriereseite, was dann schlussendlich im besten Fall zu einer Bewerbung führt. 

Oft liegen aber noch weitere Schritte dazwischen, sodass im Durchschnitt 5-7 virtuelle Berührungspunkte erforderlich sind, bevor sich ein Kandidat bewirbt. Bei einigen sehr spezifischen Zielgruppen kann man sogar von bis zu 12-15 Berührungspunkten ausgehen. Berücksichtigt man jetzt zusätzlich den zeitlichen Ablauf und Aufwand der internen Arbeitsschritte, bevor also die ersten Bewerbungen eingehen, kann man zu dem Schluss kommen, dass es mehrere Wochen oder manchmal sogar Monate dauert, bis ein Kandidat seine Bewerbung tatsächlich einreicht. Die nachstehende Grafik verdeutlicht, wie viel Zeit die einzelnen Stufen im Bewerbungsprozess beanspruchen können. 

Rechnet man die Werte in der Grafik einmal zusammen, kommt man im besten Fall auf rund 63 Tage, bis eine Stelle erfolgreich besetzt wird. Im schlimmsten Fall kann die Zeit bis zur Einstellung aber auch bis zu 7 Monate betragen. Lange unbesetzte Stellen können dann gravierende Folgen, wie Mitarbeiterfrustration, Qualitätseinbußungen und hohe Kostenfallen mit sich bringen. Wie hoch die Kosten für unbesetzte Stellen ausfallen können, haben wir im Blog einmal nachgerechnet

Wer also seine Stellenanzeigen nur kurzfristig schaltet, riskiert, dass wichtige Positionen länger als nötig unbesetzt bleiben. Es ist ratsam, bereits vor der Weihnachtszeit aktiv zu werden und Berührungspunkte zum Unternehmen aufzubauen, die später zu erfolgreichen Bewerbungen werden.

  1. Der Stellenanzeigenmarkt

Bereits vom zweiten bis zum dritten Quartal 2021 ist die Zahl der veröffentlichten Stellenanzeigen um 221.000 gestiegen. Der Trend, Jobs noch vor Weihnachten und Neujahr auszuschreiben, bestätigt sich in dem Anteil sofort zu besetzender Stellen auf dem Arbeitsmarkt: Alleine 75 % der offenen Stellen sind im viertel Quartal als sofort verfügbar ausgeschrieben. Vergleichsweise waren es zum Jahresanfang nur 60 %. 

Daraus lässt sich schließen, dass das Anzeigenvolumen in den Monaten vor Januar bereits ansteigt. Entsprechend gehen überdurchschnittlich viele Bewerbungen zum  Jahresanfang ein. Immer mehr Unternehmen versuchen, so viele Bewerber wie möglich für ihre offenen Stellen zu gewinnen und auch passive oder latente Kandidaten anzusprechen. Diese Kontaktpunkte Monate im Voraus zu schaffen, ist definitiv ein Trend, der auf dem Stellenmarkt zunimmt. Dies führt zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck, insbesondere in Branchen, die stark vom Fachkräftemangel betroffen sind, wie z. B. im Ingenieurwesen oder in der IT. Wenn Sie den Anschluss nicht verpassen willst, ist es in diesem Fall ratsam, bereits vor der Weihnachtszeit mit der Schaltung von Stellenanzeigen zu beginnen, um frühzeitig Bewerber anzulocken und den Zustrom an Talenten nicht zu verpassen.

  1. Arbeiten Sie an Ihrer Arbeitgebermarke

Die Tendenz der letzten Monate ist, dass der Recruitment Markt stagniert. Während die Zahl der offenen Stellen von Monat zu Monat steigt, wird es immer schwieriger, gute, qualifizierte Bewerber zu finden. Um diesen Mangel an qualifizierten Fachkräften zu durchbrechen, kann die richtige Positionierung der eigenen Arbeitgebermarke bei der gewünschten Zielgruppe positiv zum Bewerber-Erfolg beitragen. Und daraus ergibt sich eine weitere große Chance für die aktuelle Jahreszeit: 

Während die Menschen in ihrer Freizeit Zeit mit ihren Freunden und Familien verbringen, nutzen sie diese zeitgleich auch, um das Jahr Revue passieren zu lassen. Potentielle Talente verbringen viel Zeit am Smartphone und sind online. Mehr als die Hälfte aller Jobsuchenden (52 %) geben laut Statistica an, dass sie die Jobsuche zu Hause via Smartphone starten – also die perfekte Gelegenheit, die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit des eigenen Unternehmens zu steigern und sich mit passenden und interessanten Botschaften in den Köpfen der Zielgruppe zu verankern. 

Und genau dieses Zeitfenster, in dem die Menschen in ihrer Freizeit vermehrt in den sozialen Medien unterwegs sind, ist der ideale Weg, um Werbung für Ihr Unternehmen zu machen und zu zeigen, warum Sie der Employer of Choice für Ihre Zielgruppe sind.

  1. Das Budget 

Selbstverständlich spielt das Budget eine entscheidende Rolle bei der Überlegung, wann Stellenanzeigen am besten geschaltet werden sollen. 73,5 % der Teilnehmer einer Online-Umfrage geben an, dass sie die größte Herausforderung darin sehen, passende Bewerber für offene Stellen zu erreichen und das Budget damit effizient und zielführend einzusetzen. Mit Blick auf die Budget-Allokation für das nächste Jahr kann es daher unter Umständen ratsam sein, noch vorhandene Bestände strategisch zu investieren, um so eventuelle Budgetkürzungen zu vermeiden. Natürlich gilt es dabei, sicherzustellen, dass auch solche “Last Minute”-Buchungen zielgerichtet und maximal effektiv erfolgen. Mehr als die Hälfte aller Befragten setzt bei der Talentsuche auf Online-Anzeigen in Jobbörsen. Umso wichtiger ist es daher, die passenden Medienkanäle für die eigene Zielgruppe auszuwählen, um die Kandidatenansprache optimal zu gestalten und Streuverluste zu vermeiden. 

Schalten von Stellenanzeigen – die Zeit ist reif (oder eigentlich immer notwendig…)

Um die erhöhte Job-Bereitschaft von Kandidaten zum Jahresbeginn zu nutzen, sollten Recruiter und HR-Manager bereits vor den Weihnachtsfeiertagen mit der Ansprache von Kandidaten beginnen. Die Zeit bis zur tatsächlichen Einstellung kann sich nicht nur über Monate ziehen, sondern auch schwerwiegende Folge für die Unternehmensleistung haben. Demnach gilt: Je mehr Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen und die damit verbundenen Jobangebote bereits vor der intensiven Bewerbungsphase im ersten Quartal erzeugt wird, desto höher sind die Chancen, erfolgreich Bewerbungen zu generieren und kurze Einstellungszeiten zu verzeichnen. Gerade vor dem Hintergrund einer längeren Vor-Bewerbungsphase, eines verstärkten Wettbewerbs zu Beginn des Jahres und dem Wunsch, dass Budget wirklich effizient einzusetzen, ist es ratsam, die Weihnachtszeit für die Schaltung von Stellenanzeigen und die Arbeit an der Arbeitgebermarke zu nutzen.

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Charlotte Heiche
Charlotte Heiche

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