Die beste Zeit des Jahres für Stellenanzeigen

Wann lohnt es sich am meisten, Stellenanzeigen zu schalten? Und wann können Recruiter mit den meisten Bewerbern rechnen? Lesen Sie die Antworten hier im Blog.

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Die beste Zeit des Jahres für Ihre Stellenanzeigen ist jetzt!

Stellenanzeigen vor Weihnachten zu schalten, macht keinen Sinn - diese Aussage hört man oft zum Ende des Jahres in Recruiting-Abteilungen. Aber stimmt das wirklich? Und wann sollten Recruiter überhaupt ihre Stellenanzeigen schalten? Zu welcher Zeit ergeben sich die besten Bewerber-Rückläufe? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Blog!

Stellenanzeigen vor Weihnachten – macht das wirklich Sinn?

Die Weihnachtsfeiertage rücken unaufhaltsam näher und mit ihnen auch der Eindruck von Gemütlichkeit und viel freier Zeit. Dies mag zu dem Schluss führen, dass sich die Schaltung von Stellenanzeigen am Jahresende einfach nicht mehr lohnt. Immerhin sind die potentiellen Bewerber ja bereits im Urlaub und wollen die Weihnachtstage genießen, ohne sich mit der Suche nach einem möglichen neuen Arbeitsplatz auseinanderzusetzen – oder?

Wann bewerben sich die meisten Kandidaten?

Eine Studie des Institus Index Research wirft ein neues Licht auf dieses Bild. Zwischen 2014 und 2016 analysierte das Forschungsinstitut mit dem Schwerpunkt HR, Personal und Rekrutierung die Resonanz auf 15.500 Stellenanzeigen von mehr als 12.000 Unternehmen. Ziel der Studie war unter anderem, herauszufinden, wann Unternehmen mit dem besten Rücklauf von Bewerbern auf Ihre Stellenanzeigen rechnen können. Die Zahlen sprechen dabei eine eindeutige Sprache: Das erste Quartal eines Jahres weist mit Abstand die besten Werte auf, wenn es um die Bewerber-Rückläufe geht. So waren in diesem Zeitraum knapp zwei Drittel (etwa 62%) aller veröffentlichten Stellenanzeigen erfolgreich. Von diesen erhielten 13% ganze 25 oder mehr Bewerbungen pro Stellenanzeige. Ein deutliches Zeichen für die Aktivität von Bewerbern.

Im Verlauf des Jahres nehmen diese Werte deutlich ab und fallen im dritten Quartal auf einen Tiefpunkt von lediglich knapp 53% erfolgreicher Bewerbungen, von denen jeweils nur noch 9% der Anzeigen 25 oder mehr Bewerbungen erhalten. Begründet wird dies unter anderem mit psychologischen Faktoren. So ist davon auszugehen, dass die Bereitschaft zur Neuorientierung sowie die Motivation zur Bewerbungsinitiative durch den Start ins neue Jahr größer ist, als im Verlauf des restlichen Jahres. Hinzu kommt, dass während den Feiertagen durchaus Zeitfenster vorhanden sind, in denen sich Kandidaten intensiver als sonst mit der Jobsuche befassen können.

Aktivität am Jahresanfang – warum jetzt schon Anzeigen schalten?

Mit Blick auf die Studienergebnisse könnte man nun auf den Gedanken kommen, dass es ausreichend ist, ab dem ersten Quartal des neuen Jahres mit der Stellenanzeigenschaltung und der aktiven Ansprache von Bewerbern zu beginnen. Diverse Gründe sprechen allerdings gegen diese Annahme:

1. Die Candidate Journey

So unterschiedlich einzelne Kandidaten sind, so unterschiedlich sind auch ihre Wege zu einem Unternehmen. Was sie jedoch in der überwältigenden Mehrheit der Fälle gemeinsam haben, ist, dass es immer mehrere Berührungspunkte eines Kandidaten mit dem jeweiligen Unternehmen gibt, bevor es zur Bewerbung kommt. Dies kann zum Beispiel in Form eines Sponsored Postings in einem Karrierenetzwerk mit anschließendem Besuch der Unternehmenswebsite sein, der dann zum Besuch der Karriereseite und schließlich zur Bewerbung führt. Oftmals liegen dazwischen noch weitere Schritte, sodass im Durchschnitt auf 5-7 sogenannter “Touchpoints” benötigt werden, bevor sich ein Kandidat bewirbt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass die Vor-Bewerbungsphase Zeit in benötigt, bevor die ersten Bewerbungen eingehen. So ist es nicht verwunderlich, dass laut den Staufenbiel Recruiting Trends von 2017 ganze 39% der Unternehmen 4-8 Wochen zur Stellenbesetzungen benötigen, gefolgt von 29%, bei denen die Besetzung 8-12 Wochen dauert. Das bedeutet, dass für mehr als zwei Drittel der Unternehmen die Stellenbesetzung fast ein gesamtes Quartal in Anspruch nehmen kann.

Wer seine Stellenanzeigen also lediglich kurzfristig schaltet, riskiert, wichtige Stellen länger als nötig unbesetzt zu lassen. Wenn man davon ausgeht, dass sich Kandidaten im ersten Quartal eines Jahres intensiver als sonst mit der Jobsuche beschäftigen, ist es empfehlenswert bereits vor der Weihnachtszeit aktiv zu werden und Berühungspunkte zum Unternehmen aufzubauen, die später in erfolgreiche Bewerbungen konvertiert werden können.

2. Der Stellenanzeigenmarkt

Da im ersten Quartal eines Jahres überdurchschnittschlich viele Bewerbungen bei Unternehmen eingehen, kann man darauf schließen, dass auch das Anzeigenvolumen ansteigt. Unternehmen wollen versuchen, so viele Bewerber wie möglich für ihre offenen Vakanzen zu gewinnen und auch passive oder latent suchende Kandidaten anzusprechen. Dies führt zu einem erhöhten Konkurrenzdruck am Markt, besonders in den vom Fachkräftemangel stark betroffen Branchen, wie dem Ingenieurwesen oder der IT-Branche. Daher kann es auch in diesem Fall ratsam sein, bereits vor der Weihnachtszeit mit der Schaltung von Stellenanzeigen-Kampagnen zu beginnen, um Bewerber frühzeitig auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen und sich so einen Wettbewerbsvorteil in der Personalgewinnung zu verschaffen.

3. Das Budget

Auch die Frage nach dem Recruting-Budget spielt bei der Überlegung, wann Stellenanzeigen geschaltet werden sollten, eine wichtige Rolle. Für 37% aller Recruiter ist es nach einer aktuellen Stepstone-Studie die größte Herausforderung, überhaupt genügend Budget für die Besetzung der anfallenden Vakanzen zu bekommen. Mit Blick auf die Budget-Allokation für das nächste Jahr kann es daher unter Umständen ratsam sein, noch vorhandene Bestände zu investieren, um so eventuelle Budgetkürzungen zu vermeiden. Natürlich gilt es dabei, sicherzustellen, dass auch solche “Last Minute”-Buchungen zielgerichtet und maximal effektiv erfolgen. Umso wichtiger ist es daher, die passenden Medienkanäle für die eigene Zielgruppe auszuwählen, um die Kandidatenansprache optimal zu gestalten.

Stellenanzeigen schalten – am besten jetzt

Um die erhöhte Bereitschaft von Kandidaten zur Bewerbung am Jahresanfang optimal für sich zu nutzen, sollten Recruiter bereits vor der Weinachtsfeiertagen mit der Kandidatenansprache beginnen. Je mehr Aufmerksamkeit bereits vor der intensiven Bewerbungsphase im ersten Quartal für das eigenen Unternehmen erzeugt wird, desto höher stehen die Chancen, erfolgreich Bewerbungen zu generieren. Besonders vor dem Hintergrund einer längeren Vor-Bewerbungsphase, einer erhöhten Beschaffungskonkurrenz zu Jahresanfang und eines optimalen Budget-Einsatzes, empfiehlt es sich, die Weihnachtszeit zur Schaltung von Stellenanzeigen zu nutzen.

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Tim Ranke
Marketing Manager Germany